Multiple Sklerose

MS-Spezialambulanz

Die Multiple Sklerose (MS), auch Encephalomyelitis disseminata genannt ist eine entzündliche/demyelinisierende und degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems und nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Erkrankung jüngerer Erwachsener. Die Krankheit zeichnet sich durch zwei wesentliche Merkmale aus. Zum einen treten im Gehirn und teilweise auch im Rückenmark verstreut (disseminiert) Entzündungen auf, die vermutlich durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Myelinscheiden der Nerven verursacht wird. Außerdem kommt es aus verschiedenen Gründen zu einer zellulären Schädigung der Nervenzellen. Diese Veränderungen vermindern oder unterbrechen im Krankheitsverlauf die Leitfähigkeit der Nervenbahnen, was die typischen Symptome wie Kribbeln und andere Gefühlsstörungen, Spastiken, Lähmung, schnelle Ermüdbarkeit (Fatigue) sowie häufig auch als intitiales Symptom Sehstörungen im Sinne einer Sehnervenentzündung auslöst.

Entgegen der allgemeinen Vorstellung führt die MS nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen.

Es wird zwischen mehreren Verlaufsformen unterschieden: 

  • Schubförmig remittierende MS, englisch: Relapsing-Remitting Multiple Sclerosis (RRMS)
  • Primär progrediente MS
  • Sekundär progrediente MS
  • Fulminant verlaufende MS (selten)

Zu Beginn ist die schubförmige remittierende MS die häufigste Form mit etwa 80 %. Im späteren Krankheitsverlauf wird die MS aber häufig sekundär progredient. Während die Entzündungen beim schubförmigen Verlauf in akuten Phasen auftreten und nach Abklingen der Entzündung sich die Symptome zumindest teilweise auch wieder zurückbilden, entwickelt sich die Verstärkung der Symptome beim primär und sekundär progredienten Verlauf schleichend langsam, beim fulminanten Typ kontinuierlich und sehr schnell voran, wobei der sekundär progredienten Verlaufsform immer ein schubförmiger Verlauf vorgeschaltet ist.

Therapeutisch stehen heute sowohl für die Behandlung eines akuten Krankheitsschubes als auch für die Prophylaxe und die Behandlung der chronischen Verlaufsformen eine Vielzahl von Medikamenten bereit. Darüber hinaus ist die Bedeutung einer gezielten und intensiven Physiotherapie erheblich.

Die Abteilung für Neurologie am St. Johannes Krankenhaus in Sieglar versteht sich als Anlaufstelle  für an MS erkrankte Patienten. Hier werden die sog. Schubbehandlung mit Cortison als auch die zur Verfügung stehenden  prophylaktischen Therapieansätze mittels Immunmodulatoren (z.B. Interferone) und  auch die Behandlung  mit monoklonale Antikörpern durchgeführt. Im Rahmen der Eskalationstherapie bieten wir auch die Durchführung von Chemotherapien an.

Dr. med. Christoph Grothe (Leitender Oberarzt) ist Ansprechpartner im Rahmen einer großen MS-Spezialsprechstunde. Termine werden über das MVZ-Sieglar vereinbart.

 

 

 

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Allgemeine Informationen

GFO Kliniken Troisdorf – Betriebsstätte St. Johannes Sieglar
Wilhelm-Busch-Straße 9
53844 Troisdorf (Sieglar)

Tel.: 02241 488-0
Fax: 02241 488-303

E-Mail:
info(at)johannes-krankenhaus.com

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