Betroffene und Angehörige

…plötzlich nicht mehr schlucken können.

Wie viele soziale Kontakte finden bei einem "Tässchen Kaffee", bei einem "Bier nach Feierabend", beim "Grillen" oder beim "Dienstessen" statt?

Die Schluckfähigkeit ist auch eine Beeinträchtigung des menschlichen Zusammenlebens. Viele Menschen mit Schluckstörungen meiden den Kontakt zu anderen, trauen sich nicht mehr, Gäste einzuladen, und nehmen selbst keine Einladungen mehr an. Essen und Nahrungsaufnahme sind also weitaus mehr als nur Kalorienzufuhr. Sie dienen zur Aufrechterhaltung sozialer Kontakte und zur Strukturierung des Tagesablaufes und nicht zuletzt dem Genuss.

Endoskopie des Kehlkopfes durch die Nase
Kreuzung von Luft- und Speiseröhre

In den GFO Kliniken Troisdorf - Betriebsstätte St. Johannes Sieglar besteht für Betroffene mit Schluckproblemen die Möglichkeit, diese untersuchen und therapieren zu lassen.

Der leitende Arzt des MVZNeurologie, Dr. Christoph Kley , Sprachtherapeut Ulrich Birkmann und die Sprachtherapeutin Nina Uedelhofen sind spezialisiert auf die FEES und haben langjährige Erfahrung mit der Untersuchung und Therapie von Schluckstörungen.

Die Zuweisung erfolgt über Hausärzte. Auch Therapeuten können ihre Patienten zur Abklärung der Schluckprobleme in Troisdorf-Sieglar untersuchen lassen. Dazu genügt eine Überweisung zum Facharzt für Neurologie.

Schluckstörungen nach Hirnschädigungen

Schluckstörungen sind ein häufiges Problem bei Verletzung des Gehirnes oder bei Schlaganfällen, auch bei vielen anderen neurologischen Erkrankungen z.B. wie Morbus Parkinson. Gerade beim Schlaganfall stellt die Tatsache, plötzlich nicht mehr schlucken zu können, eine drastische Behinderung dar.
Vor wenigen Jahren wurden Schluckstörungen (= Dysphagien) noch wenig beachtet. Eine große Zahl von Menschen starb nach einem Schlaganfall an einer Lungenentzündung, deren Ursache es war, dass Flüssigkeiten oder Nahrung in die Atemwege gelangen.

Schluckstörungen rechtzeitig erkennen

Das Team der Schluckambulanz verfügt über verschiedene Möglichkeiten, Schluckstörungen zu erkennen. Zum einen wird ein sogenannter "Klinischer Schluckbefund" erhoben. Hier überprüft der Untersucher die am Schluckakt beteiligten Muskeln und Nerven.
Sollten hierbei Unklarheiten entstehen, besteht die Möglichkeit, in der Schluckambulanz eine endoskopische Schluckuntersuchung durchführen zu lassen.

Bei der endoskopischen Schluckuntersuchung ("Fiber- Endoscopic-Evaluation of Swallowing" (FEES)1 ) wird ein dünnes Endoskop durch die Nase hinten am Rachen entlang vor die Luftröhre geschoben (Abb. 1). Eine Lichtquelle sorgt für das nötige Licht, eine Kamera sorgt für einen Blick auf die "neuralgische" Stelle, an der sich die Luft- und Speisewege kreuzen (Abb. 2).

Die Betroffenen sollen bei der Untersuchung verschiedene Konsistenzen schlucken, die mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden, damit sie sich von den Schleimhäuten besser abgrenzen lassen.

Unter Sicht kann man erkennen, ob sich Nahrung oder Flüssigkeiten oberhalb der Luftröhre absetzt und dort nicht vom Betroffenen entfernt werden können oder sogar in die Luftröhre eindringen (Abb. 3). Viele Betroffene bezeichnen dies als "Krümel im Hals" oder "Mir bleibt alles immer im Hals stecken".

  

1 Deutsch: Fieber-Endoskopische-Evaluation des Schluckaktes (FEES)

Ansicht bei der FEES-Untersuchung

Hinnehmen muss man Schluckstörungen nicht!

In den letzten Jahrzehnten haben sich nicht nur die diagnostischen Möglichkeiten weiterentwickelt, auch dem Schlucktherapeuten stehen mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen aufbauend auf die endoskopischen Ergebnisse eine Schlucktherapie geplant werden kann.

Hierbei können in der Therapie gestörte oder verloren gegangene Fähigkeiten wiederhergestellt werden. Das geschieht durch ein individuell angepasstes Übungsprogramm. Weiterhin können Schluckstörungen durch Haltungsänderungen oder durch Unterstützung von Hilfsmitteln kompensiert werden. Die Betroffenen werden ärztlich und therapeutisch beraten und unterstützt.

Allgemeine Informationen

GFO Kliniken Troisdorf – Betriebsstätte St. Johannes Sieglar
Wilhelm-Busch-Straße 9
53844 Troisdorf (Sieglar)

Tel.: 02241 488-0
Fax: 02241 488-303

E-Mail:
info(at)johannes-krankenhaus.com

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