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28.12.2015

Das Schwert ist echt!


Wer einmal in seinem Leben einem Schwertschlucker zugesehen hat, ahnt, dass es sich um einen Trick handelt! Das Schwert muss sich zusammenschieben - teleskopartig, ähnlich, wie wir es früher von Antennen an Radiogeräten kannten. 

Mitnichten! Der Beweis ist erbracht: das Schwert ist echt, es wird tatsächlich durch den Schlund und die Speiseröhre bis in den Magen geschoben - jedenfalls, wenn man es kann! 

Dies erbrachte eine wissenschaftliche Untersuchung während des zweiten FEES-Basiskurses durch die Schluckambulanz Sieglar in Troisdorf. FEES (Fiberendoskopische Evaluation des Schluckens) ist eine Untersuchungstechnik, mit der Ärzte und Schlucktherapeuten ihre schluckgestörten Patienten untersuchen. Mit einem Endoskop (flexibler Untersuchungsschlauch) wird der Schlund während  des Schluckens beobachtet. Im Krankheitsfall sehen die Experten, woran das Schlucken scheitert. Beim Schlaganfallpatienten können Lähmungen vorliegen, beim Parkinsonpatienten sind die Bewegungsabläufe zu langsam. Es kommt zum VERschlucken, die Folge sind gefährliche Lungenentzündungen und andere schwerwiegende Komplikationen. Durch gezieltes Training können Patienten in der Schluckambulanz Sieglar das Schlucken wieder erlernen - und damit wieder auf natürliche Weise Nahrung aufnehmen - eine selbstverständliche Körperfunktion, deren Fehlen nicht nur zu Unterernährung führt, sondern auch fatale Folgen für jegliches geselliges Miteinander hat. Essen und Trinken gehört in aller Regel dazu, wenn Menschen zusammen kommen. 

Gerne geben die Dysphagiologen ihr Wissen weiter - so z. B. kürzlich bei ihren FEES-Basiskursen. Hier wird die Technik der FEES nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Berlin, geschult. Höhepunkt des dreitägigen Kurses war die veritable endoskopische Untersuchung eines Schwertschluckers während seiner Tätigkeit! Und tatsächlich: das durch den Mund eingeführte Schwert ist im Schlund sichtbar, es verschwindet in der Speiseröhre!


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Allgemeine Informationen

GFO Kliniken Troisdorf – Betriebsstätte St. Johannes Sieglar
Wilhelm-Busch-Straße 9
53844 Troisdorf (Sieglar)

Tel.: 02241 488-0
Fax: 02241 488-303

E-Mail:
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